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Veröffentlicht am: 03.06.2022

Schulleitungskongress 2022

Schule in bewegten Zeiten -

Schulleitung zwischen Resilienz und Verantwortung

In der Zeit vom 29. – 31. Mai 2022 fand in Kloster Banz in Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung und dem Institut für pädagogische Führung und Fortbildung der Kongress des Bayerischen Schulleitungsverbandes mit dem Thema: „Resiliente Schulleitung: Selbstwirksamkeit - Neue Werte - Verantwortungskultur“ statt.

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den bsv- Landesvorsitzenden Andreas Fischer, startete die Tagung durch den Beitrag von Markus Ferber, MdEP und Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung. In seiner Rede sprach er über Werte und den Wandel in der Gesellschaft, vor allem über zu bewahrende Werte, die den Schulalltag begleiten sollten. Auf einen Nenner gebracht soll Schule nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. Gerade in der aktuellen Zeit, die mehr denn je geprägt ist von gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen, müssen Schulleitungen täglich auf neue Situationen und Herausforderungen planvoll reagieren, ohne dabei auf bewährte Strukturen oder Erfahrungen zurückgreifen zu können. Das erfordert Ressourcen und letztlich Resilienz.

Prof. Dr. Stephan Huber betrachtete Resilienz in der Schulleitung im Konsens mit Anspruch auf Handlungsfähigkeit und auf gelingende Schulentwicklung. Die gebündelte Fachlichkeit solle an verantwortlichen Stellen sichtbar auftreten, um Veränderungsprozesse anzustoßen. Andreas Fischer betonte, dass der bsv diese Aufgabe im Austausch mit Vertretern der Politik und mit Verbänden bereits wahrnehme. Eine Ausweitung der fachlichen Kreise im Sinne eines Thinktank würde vom bsv sehr begrüßt.

Für den weiteren Kongressverlauf konnte das Organisationsteam, bestehend aus Prof. Dr. Peter. O. Chott, Beate Altmann, Stephanie Brünig und Margit Vogt, namhafte Referenten gewinnen, die in Vorträgen und Workshops verschiedene Inhalte zu den Kongressthemen anboten. Neben Strategien im Bereich der stärkenorientierten Personalführung und zur Selbstwirksamkeit, der Vorstellung eines werteorientierten Schulmodells und der Idee „vom Batterieladen und Aufzugfahren“ stand die Entwicklung der eigenen Resilienzfähigkeit und Motivation auf dem Programm.

Im beeindruckenden Vortrag von Dr. Notker Wolf, OSB ging es um die Fragen der Verantwortungskultur. Auf wen, auf welche Systeme hören wir in herausfordernden Zeiten? Hinterfragen wir uns oder Situationen kritisch? Haben wir genug Widerstandskraft zum Dagegenstellen? Freie Individualität ist essenziell und muss verteidigt werden mit Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit, Bescheidenheit und auch Humor. Freiheit brauche nach Notker Wolf Tugenden, als Fähigkeit selbständig Gutes zu tun. Letztendlich gehe es auch um

Mut, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Dies sei auch ein Baustein des Erziehungsauftrags in der Schule.

Auch der Bayerische Schulleitungsverband hat einen Auftrag. Er setzt sich seit über 40 Jahren für die Belange der Schulleitungen der Grund-, Mittel- und Förderschulen ein und platziert unermüdlich Positionen und Forderungen an für Bildung verantwortliche Stellen. Ziel ist, das System Schule für alle Beteiligten gesund, verantwortungsbewusst und qualitativ wertvoll aufrecht zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dies wurde bei der Veranstaltung auch nochmal deutlich. Andreas Fischer lud in seinem Schlusswort alle Mitglieder gerne zur aktiven Mitarbeit ein. Hierfür werden zeitnah geeignete Kommunikationsstrukturen eingeführt.

Insgesamt wurde der Kongress von den anwesenden Schulleitungen aus ganz Bayern als sehr gewinnbringende Fortbildung wahrgenommen. Zum einen wegen der gelungenen Auswahl des Themas samt Referenten durch das Organisationsteam in Kooperation mit Vertretern der Hanns Seidel Stiftung, zum anderen einfach durch die Tatsache, dass nach der langen Coronazeit endlich wieder ein persönlicher Austausch möglich war, in dem auch die Resilienz gestärkt wurde.

Der nächste Schulleitungskongress des bsv ist für Jahr 2024 geplant.